Möglichkeiten gegen die Mücken

Die harte und ernüchternde Realität gleich erstmal zu erst: Es gibt kein Naturheilverfahren/nicht operative Möglichkeit die Mücken zu entfernen. Völlig ausgeschlossen. Was von selber passieren kann, aber nicht muss, ist das sich die Mücken weiter absenken und so weniger wahrgenommen werden, oder sich der/die Betroffene daran gewöhnt. Das wars.

VitroCap und andere Irrtümer:
VitroCap oder andere Mittelchen zum einnehmen oder auch dieses ominöse Buch sind schlicht und ergreifend miese Abzocke, jedenfalls nach meiner Erfahrung. Niemand verliert dadurch seine Trübungen. Sie werden nicht einmal besser, dafür muss man einfach nur die Rezensionen lesen oder man gönnt sich 90 Tage eine Kur aus den Pillen, die man billiger und besser auch selbst zusammenstellen kann.
Das PDF-„Buch“ ist erstmal genau der selbe Unsinn, beinhaltet auch eine Ernährungsumstellung und publiziert eine Diät mit ähnlichen Inhaltsstoffen.. Eine Diät bewirkt „vielleicht“ bzw. „eventuell“ ein nicht schlimmer werden, eine Verbesserung der Sichtbarkeit der Trübungen wird aber zu 100% nicht eintreffen.
Grundsätzlich ist es eine maßlose Frechheit und an Schamlosigkeit nicht zu überbieten verzweifelten Menschen so einen Schwachsinn aufs Auge zu drücken. Diese Menschen sollte sich schämen.

Laser Vitreolyse

Hierbei werden mit einem Laser die Trübungen nach und nach verdampft. Eigentlich ein super Schritt in die richtige Richtung. Es ist – bei richtiger Ausführung – ein schonendes Verfahren fast gänzlich ohne Nebenwirkungen. Nur die Wirkung wird hier in Deutschland extrem geschönt. Bei manchen Arten von Trübungen bietet sich der Laser tatsächlich an, große zusammenhängende Verklumpungen in der Mitte des Glaskörpers, welcher sich dazu auch kaum bewegt und die Trübungen muss 3mm vor der Netzhaut und muss 3mm hinter der Linse sein. Ziemlich viele Einschränkungen und selbst wenn man alle Voraussetzungen erfüllt bleiben mit ziemlicher Sicherheit noch Floater übrig, ebenso ist es nicht ausgeschlossen sogar sehr wahrscheinlich das wieder Trübungen den Weg in das Blickfeld finden. Warum? Weil der degenerative altersbedingte Schrumpfungsprozess des Glaskörpers verantwortlich für die Trübungen ist und die hört nicht mit dem Lasern auf, sondern steigt mit dem Alterungsprozess stetig voran.
Der Grund warum Dr. med. Karl Brasse aus Vreden so gute Werte bei der Zufriedenheit seiner Kunden hat, ist seine rigorose Selektion von Patienten. Menschen die aus oben genannten Kriterien fallen werden nicht behandelt. Also ist es logisch, dass die Patienten mit den optimalen Bedienungen ein optimales Ergebnis erzielen. Es kann sein das er ein netter fähiger Arzt ist und vielen Menschen geholfen hat, aber dennoch die Kritik ist berechtigt.
Gleichfalls ist die Laser Vitreolyse ein momentan noch teures Verfahren und beachtet man den Umstand, dass der Ausgang im Vorfeld gänzlich ungewiss ist, ist dieses Verfahren momentan noch ein Witz und steckt in den Kinderschuhen.

Vitrektomie mit Gauge 23 oder Gauge 27

Kommen wir zur ultima ratio, der letzten Möglichkeit, der Vitrektomie. Hierbei wird der Glaskörper schlichtweg entfernt und durch eine andere Flüssigkeit getauscht.
Die meisten Vitrektomien werden in Deutschland pars plana durchgeführt, das heißt im geschlossenen System, bedeutet das das Auge nicht „aufgeschnitten“ wird. Es werden 2 – 3 Zugänge (ähnlich einem Portal das sich nur in eine Richtung öffnet) am Auge angebracht. Durch diese Zugänge werden die Werkzeuge (Sauger, Licht) eingeführt, das gleiche Volumen was abgesaugt wird, wird auch wieder zugeführt, so bleibt der Augeninnendruck konstant.
Nach dieser Operation hat es sich um die Trübungen erledigt, quasi für immer, falls der Glaskörper vollständig entfernt wurde. Falls nicht können an den Stellen, an denen Glaskörper übrig geblieben ist wieder Trübungen entstehen. Wie viel entfernt wird oder entfernt werden kann hängt vom Auge und dem Operateur ab. Die Zufriedenheit der operierten Patienten ist jedoch höher, wenn der Glaskörper vollständig entfernt wird.
Natürlich hat dieser Eingriff Risiken: Netzhautrisse (eher selten), vollständige Abhebung der Netzhaut (sehr selten), Infektionen (fast ausgeschlossen), Grauer Star (innherhalb von 1 – 10 Jahren, je nach Alter des Patienten. Ältere Patienten >30 bekommen schneller einen Grauen Star)

Kurz zum Grauen Star. Der Graue Star ist die am häufigsten am Auge durchgeführteste Operation der Welt. Die meisten Menschen bekommen im alter den Grauen Star, welcher sich durch eine Trübung der Augenlinse kennzeichnet und partiellen bis vollständigen Sehkraftverlust zur Folge hat. Bei der Operation wird die körpereigene Linse durch eine künstliche Linse (Monofokallinse, das zahlt die Kasse) ausgetauscht. Die Erfolgsquote liegt hierbei bei ~97%. Nach der Operation hat der Patient umgehend wieder freie Sicht, ist jedoch entweder Kurz- oder Fernsichtig, hier wird eine Brille benötigt. Danach ist die Sehkraft wieder fast vollständig (mindestens so gut wie davor) hergestellt

 

Persönliche Meinung oder was würde ich tun.

Schwierige Frage.
Die Laser Vitreolyse ist ein spannendes Verfahren für die Zukunft, aber nach meiner Einschätzung wird es mind. 10 – 20 Jahre dauern bis das Verfahren derart ausgereift ist, dass man allen Menschen mit Vertrübungen 100% heilen kann, wenn überhaupt. Dazu besteht das Risiko das sich wieder Floater ins Auge schieben und es ist vergleichsweise teuer, mit mind. 1000€ pro Auge wird man rechnen können. Ebenso gibt es zahlreiche Betroffenen die nach mehrmaligen Behandlungen einen Katarakt (Grauen Star) entwickelt haben, also das gleiche wie bei der Vitrektomie. Nach meinem jetzigen Wissenstand ist dieses Verfahren für mich keine Alternative, wenn ich etwas dagegen mache, dann einmal und dann nie wieder. Die Vitrektomie ist mittlerweile ein relativ sicheres Verfahren die Komplikationen, wenn sie denn auftreten, sind quasi vollständig unter Kontrolle. Problematisch ist hierbei die Suche nach einem Arzt, der diese Operation durchführt und dabei weiß was er tut. Hier wäre es wichtig Ärzte zu sammeln die diese Operation bereits erfolgreich durchgeführt haben, wenn das Hauptproblem „nur“ Floater waren. Falls jemand von euch solche kennen sollte, bitte in die Kommentare schreiben oder mir hier privat schicken.
Zurück zu dem was ich tue, die Entscheidung eine Vitrektomie durchzuführen ist bei mir quasi gefallen, ich habe das Geld nur noch keinen Arzt. Aber momentan versuche ich mit den Mücken Frieden zu schließen, da der Leidensdruck deswegen gerade sehr gering ist, die Operation läuft schließlich auch nicht weg.
Jeder muss die Entscheidung für sich selbst treffen, letztlich ist jede Entscheidung ok. Wer Operationen kategorisch ablehnt und lieber versucht damit zu leben hat genauso recht, wie jemand der überhaupt nicht versuch sich daran zu gewöhnen und sich gleich operieren lässt.

 

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18 Gedanken zu “Möglichkeiten gegen die Mücken

  1. bist nich gut informiert, FOV-vitrektomie wird in 23 gauge seit fast 10 jahren schon mit nur einem einstich gemacht, und nur der zentrale GK entfernt, +mit luft nachgefüllt.., z.b. an Uniklinik frankfurt , augenabteilung, Prof. Frank Koch ist die Korifäe u. einer der besten Deutschlands auf dem gebiet..,lt seiner aussage -komplikationen , im promille-bereich ,d.h. unter 1 % ..aktualisier das mal auf diener seite ..(.dr. weissmantel, MVZ Fürth , nett+kompetent ) operiert mit 2 einstichen.., 23 Gauge

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  2. Hallo, erstmal vorab vielen Dank für diese Seite und deine Offenheit. Die Seite ist sehr informativ und ist mir bislang in schweren Zeiten ein Trost geworden.
    Dr. Brasse ist gerade dabei mit Dr. Jünemann über mich zu sprechen. Dr. Brasse unterstützt mich darin eine Vitrectomie machen zu lassen. Nur so kann man mir wirklich und dauerhaft helfen. Ich habe auch schon alles durch, Pillen, stundenlange Rechersche, viel bei Augenärzten und Spezialisten, Bücher usw.
    Ich bin 37 und die Floater bewegen sich beidäugig in relativer Nähe zur Netzhaut (unter 1mm). Diese Schwebeteilchen die mir bislang mind. 2 Jahre meines glücklichen Lebens gekostet haben (ganz zu schweigen von Wartezeit auf Termine und Geld), bewegen sich heiter und unverändert direkt vor der Makula. Der Rest fristet ein Dasein in der Peripherie und drängt sich mit jeder Augenbewegung in die Mitte. Es ist unmöglich dass zu ignorieren!! Weißt du zufällig was im Schnitt eine Vitrektomie kostet und wie lang in etwa der Genesungsprozess dauert? Habe ich vielleicht bei deinen Ausführungen überlesen. Vielen Dank und lieben Gruß
    Giuseppe

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    • Vielen Dank, schön das dir die Seite gefällt.
      Wenn du krankenversichert bist sollte die Kasse das bezahlen. Entscheidend ist der Leidensdruck und das ein Arzt die Vitrektomie für notwendig erachtet. Ablehnen tun sie es manchmal dennoch.

      Die Vitrektomie sollte pro Auge ca. 1500 – 3000€ kosten.

      Sollte deine Kasse ablehnen, melde dich nochmal hier, oder pe Email unter mouches_volantes@hotmail.com

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  3. Hallo Zusammen!
    Leide ebenfalls auf beiden Augen unter diesem Mist. Mal mehr – mal weniger… An manchen Tagen nehme ich mir fest vor, eine Operation vorzunehmen und anderen Tagen habe ich das Gefühl, ich komme irgendwie damit klar. Wenn ich es allerdings realistisch betrachte, ist dies kein normales leben mehr. Trage in fast jeder Situation draußen eine Sonnenbrille. Zuhause sind meine Rollos ständig unten. Ich freu mich wenn die Sonne untergeht und bin traurig wenn Sie aufgeht. Arbeite Vollzeit am PC – eine Qual! Helligkeit auf 3 gestellt und trotzdem total nervig. Bin sehr oft deprimiert – aber teilweise schon sehr daran gewöhnt traurig zu sein, dass es schon wieder normal ist.
    War schon bei Dr. Kaymak in Düsseldorf- allerdings auch nur gesagt, ich soll weiter durchhallten und mein Auge gecheckt- allerdings mir von einer Vitrektomie abgeraten.

    Werde nächstes Jahr versuchen einen Arzt zu finden- der diese durchführt, da ich mein leben nicht weiter in Dunkelheit verbringen möchte.
    Meine Tendenz geht auch in die Augenklinik Frankfurt zu Dr. Koch- allerdings ist hier nur für Privatpatienten eine Behandlung möglich.

    Wäre schön wenn Ihr mich über eure Fortschritte auf dem laufenden halten könntet!

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    • Entschuldige bitte, ich muss jeden Kommentar einzeln freischalten, weil es immer wieder mal zu Spam und Werbung kommt. Dein Kommentar ist mit leider „durchgerutscht“, deswegen hat es etwas gedauert, bis dein Kommtar sichtbar war.

      Zu deinem Post:

      Ich denke es geht vielen Menschen ziemlich ähnlich, inklusive mir. Das abwägen mit Leben davor, ist immer wieder einmal ein Thema, mit dem ich hader. Das Leben vor den Floatern erachtet man als normal und den Soll-Zustand, könnte man sich auf den Ist-Zustand einstellen und diesen vollständig akzeptieren, hätte man wohl sehr wenig Schwierigkeiten.

      Ich muss sagen, ich führe mit den Floatern, im Rahmen meiner Möglichkeiten, ein sehr erfülltes Leben, aber eigentlich warte ich nur auf den optimalen Zeitpunkt für eine Vitrektomie.

      Ich habe auch einige Sorgen die Vitrektomie betreffen, was wenn etwas schief geht, oder es danach, warum auch immer, nicht alles wieder so ist wie davor. Momentan habe ich noch nicht den Punkt erreicht an dem ich sage: „Alles ist besser als mein jetziger Zustand“.
      Sobald dies der Fall ist werde ich eine Vitrektomie machen lassen.

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      • Hallo Leute,
        meine erste Vitrektomie liegt jetzt 23 Tage zurück. Bei der OP ist leider ein Netzhautloch entstanden, welches aber rechtzeitig gesichert werden konnte. Die Netzhaut sieht soweit stabil und gut aus. Über die Risiken bin ich mir bewusst gewesen. Diese sind aber glücklicherweise beherrschbar!! Ein paar Trübungen habe ich leider immer noch im operierten Auge, jedoch schätze ich subjektiv 90% weniger Floater als vorher. Außerdem besteht die realistische Chance, dass der Rest sich mit der Zeit, durch dass ständige hin und her Schwimmen im Wasser, auflösen und resorbiert wird.
        Würde ich es wieder tun? Ich würde nicht nur, sondern ich werde in einem halben Jahr, dass Andere auch machen lassen!! Ich will diesen Dreck nicht mehr in meinen Augen. Man sollte sich natürlich, nach solch einem Eingriff ,regelmäßig bei einem guten Augenarzt untersuchen lassen, der insbesondere die Netzhaut immer wieder unter die Lupe nimmt und auch ein Optoscan durchführt, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Ich denke, irgendwann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Folgekomplikationen auftreten bei fast 0%. Die erste Zeit ist die Kritischste. Jedoch muss es nicht übel enden, wenn man es nicht auf die leichte Schulter nimmt.
        Ich bin glücklich aber wachsam und hoffe auf dass Beste. Bei Fragen stehe ich zur Verfügung. Lieben Gruß
        Giuseppe

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  4. Hallo Leidensgenossen!
    Vielen Dank Guiseppe für deinen Einblick. Kannst du auch den Arzt nennen, welcher diesen Eingriff unternommen hat? Hattest Du eine Vollnarkose? Wurde diese von der gesetzlichen Kasse übernommen?
    Gruß Stefan!

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    • Hallo Stefan,
      auf Anraten von Dr. Brasse, hat mich Professor Dr. Jünemann, in der Rostocker Uniklinik operiert. Ich wollte aus Gründen des „totalen Kontrollverlustes“ und sagen wir mal „medizinischem Interesse“ keine Vn. Ich fand es faszinierend….
      Ja. Die Kk. hat die Kosten getragen. Es bestand ja auch eine medizinische Notwendigkeit (Glaskörperverdichtungen).
      Mit meiner Netzhaut ist immernoch alles gut und die Rest-Trübungen lösen sich langsam aber sicher immer mehr auf. So wie ich es vermutet habe. Jetzt habe ich jedoch dass Problem, mit einem glasklarem Auge rumzurennen und einem voller beschissener Kacke (Sorry, aber hilft mir ein bisschen). Lieben Gruß
      Giuseppe

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  5. Danke für deine schnelle Antwort. Dürfte ich noch dein Alter erfahren?
    Wie lange hast Du bisher damit gelebt? Bei mir sind es bisher 3 Jahre…

    Ist es jetzt für Dich schlimmer nach der Operation den Unterschied auf beiden Augen zu haben?
    Kann ich mir fast nicht vorstellen…

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    • Hallo Stefan,
      ich bin 37 und bei mir sind es jetzt auch ca. 3 Jahre, seitdem ich bemerkt habe dass nicht meine Brille schmutzig ist….
      Du hast recht damit, dass es jetzt, nach der OP des ersten Auges insgesamt besser sein muss. Bei mir ist es tagesformabhängig wie es mir geht. Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden. Es ist leider noch nicht perfekt und so hätte ich es aber gern. Subjektiv, ist für mich durch die OP, eine 65% ige. Verbesserung meines Sehens eingetreten. Man gewöhnt sich halt sehr schnell und dann wird man (bestimmt nicht alle) unzufrieden.

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      • Im übrigen wollte ich noch mitteilen, dass es wohl Augentropfen Namens Atropin gibt, die wohl das ganze lindern sollen. Diese stellen wohl die Pupille kleiner und somit gelangt weniger Licht ins Auge- Ergo auch weniger Schatten auf der netzhaut- werde diese mal ausprobieren und euch berichten.

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  6. Das Atropin stellt die Pupille weit, wodurch die Floater weniger scharf abgebildet werden. Nebenwirkungen sind deutlich erhöhte Blendempfindlichkeit (da durch die größere Pupille mehr Licht ins Auge eindringt) und eine etwas schlechtere Sehschärfe. Aber gut, erstmal besser als nix.

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    • ist nich gut informiert, FOV-vitrektomie wird in 23 gauge seit fast 10 jahren schon mit nur einem einstich gemacht, und nur der zentrale GK entfernt, +mit luft nachgefüllt.., z.b. an Uniklinik frankfurt , augenabteilung, Prof. Frank Koch ist die Korifäe u. einer der besten Deutschlands auf dem gebiet.

      Wie soll das denn mit nur einem Einstich funktionieren? Man braucht doch einen Port für das Saug/Schneidwerkzeug, einen für die Beleuchtung und einen für die Ersatzflüssigkeit, damit das Auge während des Absaugens nicht insich zusammenfällt. Oder gibt es schon Saug/Schneidgeräte, die Lampe und Kochsalzinjektion in einem haben?

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  7. Hallo,
    Ich bin 56 Jahre alt. Seit meiner Geburt kann ich nur mit einem Auge sehen. Gen-Defekt. Dieses „sehende“ Auge ist stark kurzsichtig. Floater habe ich sein 30 Jahren. Aber seit 6 Wochen habe ich einen „Scheibenwischer“-Floater. Das ist unerträglich. Die Augenärztin im Nordstadtklinikum Hannover hat mich angebrüllt (!) ich solle mich daran gewöhnen. Das Gehirn würde sich in 3 Monaten darauf einstellen. Das kann ich bisher nicht bestätigen. Ich bin verzweifelt. Wenn ich etwas fixieren will, schiebt sich der Scheibenwischer davor. Ich kann ihn mühsam wegblinzeln. Das ist furchtbar anstrengend und saugt mir enorme Energien ab. Suche einen fähigen Laserexperten oder Operateur. In meinen Fall – einäugiges Sehen, habe ich enorme Angst vor einem Eingriff. Aber so geht es auch nicht weiter.
    Könnt ihr mir sehr gute Ärzte empfehlen?
    Vielen Dank vorab

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  8. Hallo!
    Erst einmal: klasse, dass du diese Seite gemacht hast! Deine Worte helfen mir wirklich sehr, wenn die Mückenplage zu arg wird.
    Ich habe mir vor einem Jahr eine Femto-Lasik machen lassen. Ich war seit meiner Kindheit kurzsichtig (bis zu 7 Dioptrien) und sehe jetzt wunderbar ohne Brille. Leider sehe ich jetzt nicht nur in die Ferne besser, sondern auch meine Glaskörpertrübungen viel viel stärker. Ich hatte immer ein paar schwarze Punkte unten im Auge. Seit der Op sehe ich genau in der Mitte einen großen fetten schwarzen Punkt, der an Schlieren hängt, die wie eine Perlenkette mit kleineren Punkten garniert sind. Es ist sehr belastend, störend und auch anstrengend geworden zu sehen. Nein, ich untertreibe: Es macht mich fertig! Hätte ich das gewusst, ich hätte mich natürlich nicht operieren lassen. Der operierende Arzt beschwichtigt, mit den Worten: Ich werde mich daran gewöhnen, mein Problem liege jetzt daran, dass ich zu sehr auf das Auge konzentriert seie. Ähm… hallo? Ich habe einen schwarzen dicken Punkt mitten im Blick, kreuz und quer irgendwelches Zeugs rumfliegen und das ist die Antwort? Bin dann zu einem anderen Arzt in eine größere Stadt, der Laser Vitreolyse anbietet. Der sah ein Haufen Zeugs rumschwimmen, aber den einen störenden mitten in der Mitte nicht. Er war sehr verständnisvoll, meinte, das könne sich alles noch verändern nach und nach und ich solle noch warten. Jetzt warte ich eben, nehme Vitro Cap (ich versuche eben alles) und hoffe, das mir in nicht allzu langer Zeit ein Arzt etwas Vernünftigeres als eine Vitrektomie anbieten kann… Was für eine Misere….
    An euch Mitleidende: Ihr seid nicht allein! Ich glaube, es gibt uns mehr, als wir denken.

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  9. Auch ich gehöre seit 3 Wochen zu denen, die sich Floater als Haustiere halten. Schwanke zur Zeit zwischen totaler Verzweiflung und „stell dich nicht so an“. Am besten war der Augenarzt im Notdienst :“ machen sie sich keine Sorgen, das ist ein rein kosmetisches Problem! “ Bin mal gespannt wie es weiter geht…..

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